Notizen-Archiv


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Kölner Hochhausdebatte
Ein paar Links zur Debatte um Hochhäuser auf der rechten Rheinseite, gegenüber dem Dom:
koelnarchitektur.de (“Kölner Spitzen”)
scyscraper.de
Themenseiten der Kölner Grünen (1)
Themenseiten der Kölner Grünen (2)
Gatermann & Schossig (Architekten des RZVK/LVR-Hochhauses)
Rede des Oberbürgermeisters Fritz Schramma anlässlich des öffentlichen Expertengespräches
zum Hochhauskonzept Köln 2003 am 14. 11. 2003
TAZ-Artikel
Artikel aus dem Kölner Stadtanzeiger

plan03, Forum aktueller Architektur in Köln, 19.-26. September 2003
“Die Idee von plan ist, Architektur aus erster Hand und in vielen Fällen auch 1:1 am realisierten Objekt zu zeigen. Architektur und Städtebau sollen während einer Woche intensiv erlebt und diskutiert werden. Die Besucher können sich entlang eines Ausstellungsparcours mit diesmal 40 Projekten durch die Stadt bewegen und ihre eigenen Routen zusammenstellen. Rund 80 Veranstaltungen bietet die Terminübersicht in diesem Jahr.
Mit plan03 feiert das Forum aktueller Architektur, das "Original", seinen fünften Geburtstag. Wie das in Köln so üblich ist, zählt die plan-Woche inzwischen zu den schon "traditionellen" Jahresevents. Schirmherr und Förderer Michael Vesper, Minister für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen, schätzt plan als Instrument der Verbreitung von Baukultur, und die bundesweite Aufmerksamkeit für dieses Festival der Architektur hat weiter zugenommen.
Den Besuchern bietet plan03 erneut ein ebenso vielfältiges wie umfangreiches Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramm: Architekturbüros, Stadt- und Landschaftsplaner, aber auch Institutionen, Verbände, Initiativen und einzelne Künstler präsentieren an den unterschiedlichsten Kölner Schauplätzen Projekte, Themen und Ideen. plan lädt Kulturinteressierte und Fachleute dazu ein, während einer Woche als "Architekturhungrige" durch die Stadt zu flanieren und mit den jeweiligen "Machern" zu plaudern oder auch zu diskutieren. Vor allem durch das Sonderprojekt Via Sacra, aber auch durch einige andere Beiträge wird wie in den Jahren zuvor der öffentliche Raum als Schauplatz und als Thema von besonderer Bedeutung sein.
Schwerpunktthema: Stadtarchäologie: Mit einem weit gefassten Begriff von Archäologie als Untersuchung und Darstellung materialisierter - auch jüngster - Zeitschichten werden die daraus resultierenden Herausforderungen an die gegenwärtige Architektur und Städteplanung zum speziellen Fokus der plan-Woche. Viele der beteiligten Projekte berühren diese Thematik oder sind ausdrücklich als "Archäologie"-Beitrag entwickelt worden.”
Textquelle, Programm und weitere Informationen auf der Website der Veranstalter (02.09.2003)

Tag des offenen Denkmals 2003 in Viersen
Am 14. September findet der von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz bundesweit koordinierte Tag des offenen Denkmals statt. Das Motto 2003 lautet "Geschichte hautnah: Wohnen im Baudenkmal". Rund 6.700 alte Bauwerke und Stätten in ganz Deutschland, die sonst nur teilweise zugänglich sind, öffnen einen Tag lang ihre Türen und laden Architektur- und Geschichtsliebhaber zu Streifzügen in die Vergangenheit ein.
Auch in der Stadt Viersen werden wieder sechs Baudenkmäler geöffnet sein. Die Bandbreite reicht dabei von Nothäusern der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg bis hin zum herrschaftlichen Landsitz aus den 1920er Jahren. Neben freien Besichtigungen führt eine Busrundfahrt zu folgenden Denkmälern:
Dülken, Viersener Str. 13 (Wohn- und Arzthaus, 1910/11)
Dülken, Viersener Str. 62 (Villa eines Seidenfabrikanten, 1883/84)
Viersen, Dülkener Str. 21 (Wohn- und Arzthaus, 1908)
Viersen, Lichtenberg 13 (Wohnhaus eines leitenden Angestellten, 1905)
Viersen, Bachstr. 351 (Not-Wohnhaus, 1949/50)
Viersen, Donker Weg 210 (Landsitz eines Industriellen, 1909/1927)
Das ausführliche Programm finden Sie ab Anfang September auf diesen Seiten.
Informationen zum bundesweiten Programm gibt es unter diesem Link.(20.08.2003)

Verein für Geschichte e.V. Pulheim: Denkmalliste der Stadt Pulheim online
Aus der Einleitung der Datenbank: “Rund 180 Denkmäler weist die Denkmälerliste der Stadt Pulheim im Stadtgebiet auf; sie reicht von der Abteikirche in Brauweiler bis zu einer ungewöhnlich leistungsfähigen Wasserpumpe im Vorgarten des Domhofes in Manstedten oder einem Notstall für das Beschlagen von Pferden in Stommelerbusch, der bis in die Gründungsphase des Ortes in der Mitte des 19. Jahrhunderts zurückreicht. Die Unterschutzstellung durch Beschlüsse des Pulheimer Stadtrates erfolgte im Wesentlichen in den Jahren zwischen 1985 und 1992. Die rasante Entwicklung der baulichen Entwicklung der Orte der Stadt Pulheim hatte zu weitgehenden Verlusten alter dörflicher Bausubstanz geführt und die Menschen sensibilisiert für den Wert der historischen Tradition, die verloren zu gehen drohte.
Inzwischen ist es still geworden um den Denkmalschutz. Dem will der Verein für Geschichte e.V. gegensteuern, indem er die Pulheimer Denkmälerliste auf dieser Homepage online zugänglich macht. Auf der Grundlage einer von der Stadt Pulheim zur Verfügung gestellten Liste sind lückenlos sämtliche Denkmäler der Stadt Pulheim aufgeführt; inzwischen sind durch Josef Wißkirchen, den stellvertretenden Vorsitzenden des Vereins, auch zu fast allen Denkmälern neue Fotos ins Netz gestellt sowie informative Texte erarbeitet worden.” mehr (28.06.2003)

dehio.org - Rundgänge zu Baudenkmälern im Rheinland
Neu auf den Seiten der Dehio-Geschäftsstelle: Rundgänge im Frankenberger Viertel (Aachen) und zu Industriebauten im Ruhrgebiet. (28.06.2003)

Tag für Denkmalpflege 22.06.2003 in Hannover
“Die Vereinigung der Landesdenkmalpfleger in der Bundesrepublik Deutschland lädt anlässlich ihrer Jahrestagung 2003 in Hannover zu einem öffentlichen "Tag für Denkmalpflege" ein. Dieser findet am Sonntag, dem 22. Juni, in Gebäuden der Barock-Gärten von Hannover-Herrenhausen statt und ist dem wichtigen Themenfeld „Bürgerschaftliches Engagement in der Denkmalpflege“ gewidmet.
Diese öffentliche Veranstaltung bietet einem breiten und interessierten Publikum aus ganz Deutschland die Gelegenheit, Denkmalpflege und ihre vielfältigen Formen des bürgerschaftlichen Engagements und der freiwilligen ehrenamtlichen Arbeit kennenzulernen. Zugleich will sie ein Forum für die Partner der staatlichen Denkmalpflege und der Fachöffentlichkeit sein.
Nach einem Festvortrag von Kulturstaatsministerin Dr. Christina Weiss werden neben
Prof. Dr. Gottfried Kiesow, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, weitere namhafte Referenten gesellschaftliche Notwendigkeit, Rahmenbedingungen, Erwartungen und Möglichkeiten des bürgerschaftlichen Engagements sowie seine Perspektiven beleuchten. Aufgezeigt werden Wege, um attraktive Aufgaben, Verantwortungsbereiche und Tätigkeitsfelder zu erschließen. Die Spannbreite freiwilligen Engagements reicht dabei von der Jugendarbeit zum Beispiel in Jugendbauhütten über die „Monumentenwacht“ bis zur Zusammenarbeit mit Archäologie oder Bau- und Kunstdenkmalpflege.
Begleitend hierzu wird im Rahmen einer bundesweiten Informationsbörse Verbänden, Vereinen, Stiftungen, Initiativen und Einzelpersonen, u.a. Arbeitsgemeinschaft Historische Fachwerkstädte, Deutsche Burgenvereinigung, Freundeskreis für Archäologie in Niedersachsen, Interessengemeinschaft Bauernhaus, Niedersächsischer Heimatbund, Niedersächsische Gesellschaft zur Erhaltung Historischer Gärten, Vereinigung zur Erhaltung von Wind- und Wassermühlen in Niedersachsen und Bremen, die Möglichkeit geboten, exemplarisch ihre Arbeit, Ideen und Impulse einem breiteren Publikum vorzustellen.”
Dieser Text und das Programm auf den Seiten des Niedersächsischen Landesamtes für Denkmalpflege.

“Nachdenken über Denkmalpflege”
Texte und Vorträge zweier Symposien 2001 und 2002 in der Sektion Denkmaplflege der Internet-Zeitschrift kunsttexte.de (08.03.2003)

Denkmalstudie München
Pressemitteilung: Scheinkonflikt Denkmalschutz
“Ästhetische Gesichtspunkte stehen für Käufer oder Sanierer von Baudenkmälern in der Regel im Vordergrund, noch vor dem Erhalt von Fördermitteln oder dem Genuss von Steuervorteilen.
Konflikte mit den Denkmalschutzbehörden sind relativ selten und beruhen eher auf Kommuni kationsproblemen oder mangelnder Flexibilität. Die Nutzer denkmalgeschützter Immobilien sind besonders glücklich, wenn das von ihnen genutzte „Denkmal“ auch als solches erkennbar ist, stilrein saniert wurde und sich gleichsam „im Originalzustand“ befindet.
Diese und viele weitere Ergebnisse liefert eine repräsentative Studie der Forschungsgemeinschaft AMSR GmbH und Klartext-Wirtschaftsforschung, die 5.000 Nutzer denkmalgeschützter Immobilien in München schriftlich befragt hat.
Den Ergebnissen der 500seitigen Studie zufolge sind Nutzer von Baudenkmälern nicht etwa anspruchsloser als Bewohner moderner Häuser und Wohnungen; vielmehr nehmen sie gewisse Mängel zugunsten des Charmes einer denkmalgeschützten Immobilie gern in Kauf. Sie sind in der großen Mehrzahl zufriedene Besitzer oder Bewohner historischen Gemäuers und sehen im Neubau kaum eine Alternative.
Die komplette Studie auf CD-ROM kann zum Preis von 49 Euro zzgl. Porto im Internet unter www.denkmalsuche.de oder bei den beteiligten Unternehmen unter der Tel.-Nr. 089 / 83 96 41 41 (Klartext-Wirtschaftsforschung) bestellt werden.” (08.03.2003)

Städtebauminister Vesper genehmigt Abbruch der Duisburger Mercatorhalle
Pressemeldung des Ministeriums für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport v. 22.11.2002
Brief der Duisburger Grünen an Minister Vesper
Kommentar der Duisburger PDS v. 22.11.2002
WDR-Sendemanuskript Westpol v. 15.09.2002
weitere Links zu “pro-mercatorhalle” und anderen Initiativen auf der Link-Seite (Orte: Duisburg) (28.12.2002)

Kunsthalle in Köln abgerissen
Links: taz-Artikel v. 12.10.2002 / StadtRevue-Artikel (Juli 2002) / www.koelnarchitektur (28.12.2002)

Neu im Internet: Studie des Deutschen Instituts für Urbanistik zum Denkmalschutz in Deutschland
Claus-Peter Echter : Preservation in Germany and the Study on Cultural Assets in Europe (28.12.2002)

Denkmalschutz in Nordrhein-Westfalen
Neu auf den Seiten des Ministeriums für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport: Erster Ergebnisbericht der Denkmalkommission NRW v. 07.10.2002 und die Ergebnisse einer TNS-Emnid-Umfrage unter der Bevölkerung Nordrhein-Westfalens “Denkmalschutz in Nordrhein-Westfalen”. (02.11.2002)

Tag für Denkmalpflege 2002
Ein Bericht über den Tag für Denkmalpflege 2002 / Tagung der Vereinigung der Landesdenkmalpflege in der BRD, der im Juni in Wiesbaden statt fand, ist auf kunsttexte.de erschienen. (02.11.2002)

Tag des offenen Denkmals 2002 in Viersen
Programm und baugeschichtliche Informationen sind jetzt online. Mehr hier.
Die zentrale Datenbank der Deutschen Stiftung Denkmalschutz enthält auch einige Links zu weiteren Seiten, die lokale Programme oder Baudenkmale vorstellen. (17.08.2002)

historismus.net
Ambitionierte neue baugeschichtliche Website zum Thema Historismus in der Architektur. “Kern von Historismus.Net ist die Einrichtung einer Datenbank  zu Architekten und Bildenden Künstlern des Historismus. Diese Datenbank soll von möglichst vielen Mitwirkenden zu einem umfangreichen Online-Nachschlagwerk aufgebaut werden. Darüber hinaus bietet das Portal Aufsätze, Literaturhinweise und Links.” (17.08.2002)

Abriss eines Klosters in Vlodrop (NL)
Seit geraumer Zeit wird das ehem. St. Ludwig-Kolleg an der deutsch-niederländischen Grenze (Vlodrop-Wassenberg-Wegberg) von der Maharishi-Sekte abgerissen. Links zum Thema:
Umfangreiche Info-Seiten der AGPF (Aktion für Geistige und Psychische Freiheit)
Bericht von WDR-online
Info-Seiten der CDU Wassenberg
Bericht der Monumentenzorg (NL-Denkmalpflege)
Biografie von Wenceslaus Straussfeld, Initiator des Ludwig-Kollegs
Literaturhinweis:
U. Willmes: Geschichte, Architektur und Ausstattung des Kollegs St. Ludwig bei Vlodrop. (Ms. masch.) Werl 1992. (vgl.: Historisches Seminar der Uni Hannover)
R. Müllejans-Dickmann: Euregio: Ein grenzüberschreitendes Denkmal. In: Denkmalpflege im Rheinland 1998 H.1, S.42-44. (15.07.2002)

Neue Internet-Seiten des Rheinischen Amtes für Denkmalpflege
Das Rheinische Amt für Denkmalpflege hat seinen Web-Auftritt renoviert. Mit dabei: Ein Register 1989-1991 der Vierteljahres-Zeitschrift Denkmalpflege im Rheinland (unter Publikationen / Denkmalpflege im Rheinland / Register). (15.07.2002)

Tag des offenen Denkmals 2002 am 8. September
2002 feiert der Tag des offenen Denkmals Jubiläum. Zum 10. Mal öffnen dann am zweiten Sonntag im September in ganz Deutschland Kulturdenkmale ihre Türen.
Das bundesweite Schwerpunktthema des Tags des offenen Denkmals 2002 lautet: "Ein Denkmal steht selten allein: Straßen, Plätze und Ensembles"
Die zentrale Eröffnungsveranstaltung wird am 8. September 2002 in der Domstadt Aachen (Nordrhein-Westfalen) stattfinden.
Dieser Text und weitere Informationen auf der Website der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (01.06.2002)

Tag für Denkmalpflege 2002 am 17. Juni in Wiesbaden
“Vom Nutzen und Nachteil der Denkmalpflege für das Leben”
Aus der Einladung:
“Der erstmals nach 1945 wieder öffentlich veranstaltete „Tag für Denkmalpflege“ knüpft an eine alte Tradition an, die am 24. und 25. September 1900 in Dresden begründet worden war. Nach einem Beschluss der Hauptversammlung der deutschen Geschichts- und Altertumsvereine hatte dort erstmals unter dem Namen „Tag für Denkmalpflege“ ein breiter Gedankenaustausch über Fragen der Denkmalpflege und des Denkmalschutzes unter allen interessierten Kreisen der Bevölkerung stattgefunden. Aufgrund der engen Verbindung mit dem Bund für Heimatschutz eröffneten die in der Folge jährlichen Treffen mit über 800 Teilnehmern eine breite Diskussion der aktuellen denkmalpflegerischen Probleme. Die sich in den Protokollen und Veröffentlichungen widerspiegelnden Beiträge zeugen von einer hohen theoretischen Durchdringung, aber auch von den praktischen Bemühungen, den Belangen des Denkmalschutzes in der Gesellschaft Gehör zu verschaffen.
Der diesjährige „Tag für Denkmalpflege“ greift bewusst den öffentlichen Charakter der Vorgängerveranstaltung auf. Er versteht sich nicht als eine reine Tagung unter Fachleuten. Vielmehr soll wie seinerzeit die Diskussion mit allen interessierten Kreisen gesucht werden, um aktuelle Fragen zu erörtern. So ist ein Thema gewählt worden, das die Möglichkeit einer Standortbestimmung eröffnet. In Abwandlung eines Nietzsche-Zitates haben wir den Titel „Vom Nutzen und Nachteil der Denkmalpflege für das Leben“ gewählt. Welcher Stellenwert hat heute der bewusste Umgang mit unserer gebauten Umwelt? Dies schließt im weiteren auch die Frage ein, von welcher Bedeutung uns heute geschichtliche Erfahrungen und die sich auch an Gebäuden festmachenden Erinnerungen sind. Warum erhalten wir heute alte Gebäude und Orte, in denen sich persönliche und gesellschaftliche Geschichte verdinglicht?
An diesem Tag möchten wir nicht vorrangig die Vertreter unseres Faches zu Wort kommen lassen, sondern zu einem öffentlichen Nachdenken über Denkmalpflege anregen.”
Dieser Text und weitere Infos einschließlich Programm der anschließenden Jahrestagung der “Vereinigung der Landesdenkmalpfleger in Deutschland” unter: www.denkmalpflege-forum.de (01.06.2002)

Tag der Architektur am 29./30. Juni 2002
Informationen und Datenbank der Veranstaltungen und Besichtigungen in Nordrhein-Westfalen auf der Website der Architektenkammer NW. (01.06.2002)

Gartendenkmalpflege: Dezentrale Landesgartenschau 2002 öffnet
Die Projekte der Dezentralen Landesgartenschau NRW “Gartenkunst am Mittleren Niederrhein” und der Euroga 2002 plus öffnen im April. Die wichtigsten Links dazu stehen auf der Link-Seite unter Gartendenkmalpflege.
Außerdem: Straße der Gartenkunst im Aufbau (Bericht auf regiomax.de)
"Da wartet ein Schatz darauf, gehoben zu werden." Das beschreibt die Stimmung beim Workshop "Straße der Gartenkunst", der kürzlich im Dycker Weinhaus unweit des Wasserschlosses Dyck im Kreis Neuss mit Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen stattfand. Vertreter von etwa zwei Dutzend der größeren privaten oder öffentlichen Parks im Rheinland sowie Vertreter von Tourismusverbänden und Gartenkunstexperten folgten der Einladung der Stiftung Schloss Dyck an den Mittelpunkt der Dezentralen Landesgartenschau 2002.
Die rund 40 Teilnehmer diskutierten, ob eine "Straße der Gartenkunst zwischen Rhein und Maas" (Arbeitstitel) sich als "touristisches Produkt" eigne. Parallel zur Tuchfühlung der größeren rheinischen Gärten im Workshop, von denen sieben sich bereits im Jahr 2002 gemeinsam als erste Dezentrale Landesgartenschau im Rahmen der 2. NRW-Regionale EUROGA 2002plus präsentieren, läuft im Auftrag des Tourismusverbandes NRW eine Studie, die das kulturtouristische und gartenkünstlerische Potenzial von rund 500 Gärten zwischen Kleve und Brühl untersucht.
"Gärten und Parks sind ein 1A-Produkt für die Tourismus-Marketing-Strategie einer Stadt", betonte Hans-Helmut Schild von der Düsseldorf Marketing & Tourismus GmbH. Gärten liegen in der Luft, sie sind ein Thema, nicht nur für wenige Gartenkunstinteressierte und Bildungshungrige, sondern auch für einen breiten Bevölkerungsquerschnitt, das war ein Fazit von Arbeitsgruppen und Plenum. Und für Geschäftsreisende, die eine Alternative zu Tagungshotels und Kongresshallen suchen, sind Gärten und zugehörige Schlösser oder Herrenhäuser eine attraktive und jetzt schon intensiv nachgefragte "location", so eine Vertreterin der Tourismusorganisation Culture & Castles.
Ähnlich wie in England und Frankreich sollte es auch in Deutschland, gerade im Rheinland, möglich sein, ein stärkeres Bewusstsein für Gärten zu schaffen und einen auf sie ausgerichteten Tourismus auszulösen, das forderte Hans Dieter Collinet, Leitender Ministerialrat im Ministerium für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport. Die erste Regionale in Ostwestfalen-Lippe im Jahr 2000 habe gezeigt, dass die Gartenkunst ein attraktiver Motor der Regional- und Tourismusentwicklung sei.
Von einem Zusammenschluss der Gärten und Parkanlagen im Gebiet zwischen Rhein und Maas zu einem Netzwerk, dessen Mitglieder Erfahrungen austauschen, gemeinsame Marketinganstrengungen unternehmen und vereint an die Öffentlichkeit gehen, profitieren alle Partner, mit dieser Einsicht ging der Workshop auseinander. Man will sich wieder treffen, als erste Maßnahme ist eine gemeinsame Broschüre verabredet. Schloss Dyck wird mit dem Zentrum für Gartenkunst und Landschaftskultur Moderator und Servicestelle für den zunächst noch informellen Zusammenschluss sein, dass boten Tillmann Lonnes und Peter Graf Wolff Metternich, Stiftungsvorstände der Stiftung Schloss Dyck an. (13.04.2002)

Denkmalliste Wuppertal im Netz
Die Denkmalliste von Wuppertal, mit ca. 4500 rechtskräftig geschützten Objekten nach Köln die Stadt mit den meisten Denkmalen in Nordrhein-Westfalen, ist seit Mitte Februar im Internet zugänglich. Das Besondere: Es handelt sich nicht um eine einfache Adress-Liste, sondern um eine Datenbank mit Suchfunktionen, Baubeschreibungen und Bildern.
Aus der Pressemitteilung der Stadt Wuppertal:
Seit dem Beginn im Sommer 2000 hat eine vierköpfige Gruppe der AB-Maßnahme „Bau- und Denkmalschutz“ unter Leitung des Kunsthistorikers Dr. Christoph Heuter die Basisdaten aller 4500 Wuppertaler Denkmale, von Häusern und Kirchen, Brücken und Gärten, erfasst. Nun gilt es, allen Objekten noch Bilder und detaillierte Textbeschreibungen zur Seite zu stellen. Dabei soll bis zum Sommer die fotografische Dokumentation für die Stadtbezirke Barmen, Beyenburg, Cronenberg, Elberfeld West und Uellendahl-Katernberg abgeschlossen, die Texterfassung für die Straßen mit den Anfangsbuchstaben A bis L beendet sein. Für die Teilnehmer der von Arbeitsamt und Volkshochschule getragenen AB-Maßnahme heißt es dann freilich, sich erneut auf Jobsuche zu begeben.
„Die Datenbank soll möglichst viele der immer wieder nachgefragten Informationen bereitstellen“, erläutert Christoph Heuter die Funktionsweise des Angebots. Dabei sind Suchabfragen objekt- oder flächenbezogen und in Kombination mehrerer Kriterien möglich: nach Straße und Hausnummer oder der Nummer des Denkmals; nach der Lage in Stadtbezirk, Quartier oder Satzungsbereich. Aber auch umgangssprachliche Hausbenennungen nimmt die Datei an. „Diese Bezeichnungen sind im täglichen Gebrauch viel stärker verankert als die Anschriften“, hat Projektleiter Heuter festgestellt. Denn welcher Wuppertaler weiß schon, dass der liebevoll „Ata-Dösken“ genannte Wasserturm an der Hainstraße steht und nicht etwa an der benachbarten Straße Am Wasserturm. Und auch „Villa Amalia“ liegt allen historisch Interessierten eher auf der Zunge als „Briller Straße 117“.
Wer seine Suchworte eingegeben hat, erhält zum gefragten Objekt zunächst die wichtigsten Informationen: Straße und Hausnummer, Denkmalnummer, Tag der Eintragung, Kurzbezeichnung. Auf Mausklick öffnet sich ein separates Fenster für die Detailansicht, in der alle datenschutzrechtlich unbedenklichen Angaben inklusive Abbildung und erläuterndem Text enthalten sind.
„Mit der Liste steht allen an Denkmalen, Bau- und Stadtgeschichte Interessierten ein vielseitiges Hilfsmittel zur Verfügung“, ist Christoph Heuter mit der Arbeit der letzten eineinhalb Jahre zufrieden. „Aber auch für die Identifikation mit unserer geschichtsträchtigen Stadt und ihre Präsentation nach außen ist ein Medium geschaffen. Denn mit seinen Baudenkmalen kann sich Wuppertal sehen lassen.“
Ansprechpartner: Dr. Christoph Heuter, Leiter ABM Bau- und Denkmalschutz, Telefon 0202 / 563-5022 (01.03.2002)

Raketenstation Hombroich
Gegenüber der Museumsinsel Hombroich westlich von Neuss erstreckt sich auf einem flachen Hügel eine verlassene Raketenstation, die in den vergangenen Jahren in das Projekt des Sammlers und Mäzens Karl-Heinrich Müller einbezogen wurde. "Kein altes Gut bereitete hier der Kunst den Boden. Stattdessen gemahnen Baracken und Betonpisten, Hangars, Erdwälle und ein Wachtturm eindringlich an die militärische Nutzung des Ortes - mithin an das Gegenteil aller Kultur. Mitarbeiter der Stiftung berichten, dass noch in den achtziger Jahren bei außenpolitischen Spannungen die Pershings auf dem Hügel auf ihren Rampen ausgefahren wurden und den sowjetischen Satelliten (und wohl auch den Bürgern von Neuss) Stärke demonstrierten" (Ulrich Brinkmann: Kulturlandschaft Raketenbasis. Bauwelt 2001 H.4, S.14-23).
Zwischen den Hinterlassenschaften des Kalten Krieges sind inzwischen vier Neubauten von Erwin Heerich fertig gestellt; weitere Gebäude renommierter Architekten sind geplant. Sie sollen Wissenschaftlern, bildenden Künstlern, Schriftstellern und Philosophen als Institute und Ateliers dienen.
Weitere Informationen, Bilder und ein Text des auf der Raketenstation lebenden Schriftstellers Thomas Kling finden sich auf der Website der Insel Hombroich.

19.12.2001
“Rotstift vom Sport bis zum Denkmalschutz”
Westfälische Rundschau 19.12.2001:
“Der Haushalt 2002 des Landes NRW hat ein Volumen von 48,223 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahr sinkt es um 0,4 Prozent. (...) Gestrichen werden u.a. Programme für neue Wohnformen im Alter, Zuschüsse an Pferderennvereine, die Durchführung von Landesgartenschauen, der Handlungsrahmen für die vom Kohlerückzug betroffenen Regionen. Gekürzt werden auch die Mittel für den Denkmalschutz. Wogegen mit Kirchen auch Baugewerbe und CDU Sturm laufen. Viele alte Kirchen seien vom Verfall bedroht. Einen ‘ungeheuren Skandal’ nennt es CDU-Chef Jürgen Rüttgers, dass der oberste Denkmalpflege aus dem grünen Bauministerium, Stephan Bajohr (Grüne), den Kirchen vorgeschlagen haben soll, ‘ihre Gotteshäuser in Moscheen umzuwandeln’.”

14.12.2001
Zeche Zollverein ist UNESCO-Welterbe
Das Welterbekomitee der UNESCO hat auf seiner 25. Tagung am 14. Dezember in Helsinki, Finnland, die industrielle Kulturlandschaft Zollverein in Essen zur Welterbestätte erklärt. Deutschland ist nun mit 25 Denkmälern in der Welterbeliste vertreten.
Das Welterbekomitee würdigte die Zeche Zollverein als "ein repräsentatives Beispiel für die Entwicklung der Schwerindustrie in Europa". Von außergewöhnlichem Wert sei die "vom Bauhausstil beeinflusste Architektur des Industriekomplexes, die über Jahrzehnte für den modernen Industriebau beispielgebend war".
Die Zeche Zollverein in Essen war die größte und modernste Steinkohleförderanlage der Welt. Die beiden vom Bauhaus inspirierten Architekten Fritz Schupp und Martin Kremmer, die den in zwei Achsen angeordneten Industriekomplex nach Prinzipien der Symmetrie und Geometrie harmonisch durchgestalteten, konstruierten mit Zollverein Schacht XII eine einmalige Musteranlage.
1986 wurde die Zeche stillgelegt. Statt für einen Abriss entschloss sich das Land Nordrhein-Westfalen, die Zeche der Ruhrkohle AG abzukaufen, sie unter Denkmalschutz zu stellen und grundlegend zu sanieren. Die 1998 gegründete Stiftung Zollverein widmete sich der Wiedernutzbarmachung und Erhaltung des Industriedenkmals. Der gesamte Industriekomplex ist heute ein beispielhafter Besichtigungsort zur Bergbaugeschichte und zur Entwicklung der Industrie-Architektur in einer der bedeutendsten Industrieregionen Europas. Auf der "schönsten Zeche des Ruhrpotts" kann man die Moderne der 20er, 30er Jahre und die Entwicklung der Schwerindustrie nachvollziehen. Besucher des "Museums Zollverein" können den Weg der Kohle im wahrsten Sinne des Wortes beschreiten. Der Museumspfad - im Originalzustand belassen - führt durch die Gebäude der ehemaligen Sieberei und der Kohlenwäsche, vorbei an gigantischen Maschinen und Förderbändern, die vom Arbeitsalltag in Lärm und Staub erzählen. Auf dem Rundgang veranschaulichen Modelle, Filme und museumstechnische Installationen die Aufbereitung des schwarzen Goldes. (...)

Deutschland jetzt mit 25 Stätten auf der Welterbeliste vertreten
Außer der Zeche Zollverein sind in der Welterbeliste der UNESCO weitere 24 Stätten aus Deutschland verzeichnet: Aachener Dom (Datum der Aufnahme: 1978), Speyerer Dom (1981), Würzburger Residenz (1981), Wallfahrtskirche "Die Wies" (1983), Schlösser Augustusburg und Falkenlust in Brühl (1984), Dom und Michaeliskirche von Hildesheim (1985), Römische Baudenkmäler, Dom und Liebfrauenkirche von Trier (1986), Hansestadt Lübeck (1987), Schlösser und Parks von Potsdam-Sanssouci und Berlin (Glienicke und Pfaueninsel) (1990), ehem. Benediktiner-Abtei Lorsch mit ehem. Kloster Altenmünster (1991), Bergwerk Rammelsberg und Altstadt von Goslar (1992), Altstadt von Bamberg (1993), Kloster Maulbronn (1993), Altstadt von Quedlinburg (1994), Völklinger Eisenhütte 1994), Fossilienlagerstätte Grube Messel (1995), Kölner Dom (1996), Bauhausstätten in Weimar und Dessau (1996), Luthergedenkstätten in Eisleben und Wittenberg (1996), das klassische Weimar (1998), die Wartburg (1999), Berliner Museumsinsel (1999), Gartenreich Dessau-Wörlitz (2000), die Klosterinsel Reichenau im Bodensee.

Die UNESCO-Welterbekonvention
Das Kultur- und Naturerbe der Menschheit zu schützen, liegt nicht allein in der Verantwortung eines einzelnen Staates, sondern ist Aufgabe der Völkergemeinschaft. Dies ist das Ziel der UNESCO-Welterbekonvention. Insgesamt haben 167 Staaten dieses "Übereinkommen zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt" seit seiner Verabschiedung 1972 unterzeichnet. Zum Kulturerbe der Welt gehören unter anderem Städteensembles, Baudenkmäler, archäologische Fundstätten und Kulturlandschaften. Das Naturerbe umfasst geologische Formationen, Naturlandschaften und Schutzreservate von Tieren und Pflanzen, die vom Aussterben bedroht sind.
Mit der Benennung von Kultur- und Naturstätten für die UNESCO-Liste verpflichten sich die betreffenden Staaten, diese durch gesetzliche, technische und andere Schutzmaßnahmen langfristig zu erhalten. Staaten, die über geringe Mittel verfügen, werden bei der Erhaltung ihres Welterbes von der Völkergemeinschaft unterstützt. Zu diesem Zweck hat die UNESCO einen Welterbefonds eingerichtet. In den Fonds fließen jährlich etwa vier Millionen US-Dollar an Pflichtbeiträgen sowie freiwilligen Beiträgen der Mitgliedstaaten.
Über die von den Unterzeichnerstaaten jährlich vorgelegten Neuanträge entscheidet das UNESCO-Welterbe-Komitee, das sich aus 21 jeweils für sechs Jahre gewählten Vertretern der Mitgliedstaaten zusammensetzt. Es prüft, ob die vorgeschlagenen Stätten die in der Konvention festgelegten Kriterien erfüllen. Hierzu zählen das Kriterium der "Einzigartigkeit" und der "Authentizität" (historische Echtheit) eines Kulturdenkmals oder der "Integrität" eines Naturdenkmals. Außerdem muss ein überzeugender Erhaltungsplan vorliegen. Der Internationale Rat für Denkmalpflege (ICOMOS) und die Internationale Vereinigung zur Erhaltung der Natur und ihrer Ressourcen (IUCN) beraten das Komitee in seiner Arbeit.
© Pressemitteilung der Deutschen UNESCO-Kommission, Bonn, 14. Dezember 2001: www.unesco.de
Einige weitere Links: Stiftung Zollverein / Schacht12.de (private Site von Thorsten Seifert) / zollverein-lebt.de (Schülerprojekt aus Essen zum “Strukturwandel im Stadtteil Essen-Katernberg am Beispiel der Zeche Zollverein”)

21.09.2001
Neues Eckpunktepapier “Grüne Initiative zur Stärkung des Denkmalschutzes”
Links:
Das Papier als pdf-Datei / als Word-Datei
Kommentar des NRW-Grünen-MdL Thomas Rommelspacher (Newsletter der Fraktion, zur Stellungnahme muss man sich etwas runterklicken)
Pressemitteilung der Bündnis90/Grüne-Bundestagsfraktion

21.09.2001
Land kürzt Mittel im Denkmalschutz und für kommunale Bibliotheken
Städtetag NRW: „Der Haushalt 2002 des Landes gefährdet Kulturprojekte und schadet der Wirtschaft in den Städten"
Der Städtetag Nordrhein-Westfalen kritisiert die im Landeshaushalt 2002 überraschend vorgesehene Streichung der Mittel für Investitionsbeihilfen im Denkmalschutz und beim kommunalen Bibliothekswesen. Auch die geplante Kürzung der Zuschüsse für die nordrhein-westfälischen Kultursekretariate in Gütersloh und Wuppertal um ein Drittel bezeichnete der kommunale Spitzenverband heute in Köln als nicht nachvollziehbar.
Die Pauschalmittel für Investitionen privater Denkmaleigentümer von bisher 5,4 Mio. DM werden um kommunale Komplementärmittel in gleicher Höhe ergänzt und sorgen einschließlich der Aufwendungen der Eigentümer für ein Investitionsvolumen von 80 Mio. DM jährlich. „Die Streichung trifft nicht nur die Denkmalpflege in Nordrhein-Westfalen, sondern sie gefährdet auch Arbeitsplätze im Handwerk", erklärte Städtetags-Geschäftsführer Dr. Stephan Articus. Dabei habe der Landtag die Landesregierung noch im vorigen Jahr aufgefordert, alle bestehenden Fördermöglichkeiten weiterhin gezielt und koordiniert für die umfassende Bewahrung des kulturellen Erbes einzusetzen. „Die überraschende Kürzung ausgerechnet dieser Fördermittel für die Denkmalpflege ist für uns absolut unverständlich, denn diese Förderung kommt vielen Denkmaleigentümern zu Gute, die andere Hilfen nicht in Anspruch nehmen können", betonte Articus.
Die Streichung der Projektmittel im Bibliothekswesen in Höhe von bisher ebenfalls 5,4 Mio. DM beeinträchtige nicht nur die Arbeit in Sondersammelgebieten der Stadtbibliotheken, sondern stehe auch in krassem Widerspruch zu der unter dem Motto „NRW fit machen für die Zukunft" angestrebten Modernisierung des Landes. „Die Städte haben sich bei der Modernisierung ihrer Bibliotheken auf die Förderung im Rahmen des Projekts ,Bibliotheken ans Netz` durch das Land eingestellt und müssen jetzt die entstehenden Kosten alleine tragen", erklärte Articus.
„Wenn die Kultursekretariate wie von der Landesregierung vorgesehen ein Drittel der Landesmittel, also rund eine Million Mark, einsparen müssen, sind diese Einrichtungen in ihrer Existenz gefährdet", warnte Articus weiter. Die Kultursekretariate in Gütersloh und Wuppertal leisten mit ihrer Netzwerkarbeit nach Auffassung des Städtetages einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Kulturarbeit in den Städten Nordrhein-Westfalens.
Städtetags-Geschäftsführer Dr. Stephan Articus appellierte an die Landesregierung, berechenbare und verlässliche finanzielle Grundlagen für die städtische Kulturarbeit zu schaffen: „Derzeit müssen die Städte einen gravierenden Mangel an Kontinuität und Kalkulierbarkeit der Landeskulturpolitik beklagen."
© Städtetag Nordrhein-Westfalen http://www.staedtetag-nrw.de/schlagz/archiv/2001/s_20010921.htm

08.05.2001
Mehr Zukunft für den Denkmalschutz: Minister Vesper beruft Beratungskommission zur Denkmalpflege ein
Das Ministerium für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport teilt mit:
Mehr Zukunft für den Denkmalschutz: Minister Vesper beruft Beratungskommission zur Denkmalpflege einDas Ministerium für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport teilt mit:Das hochrangig besetzte Gremium traf sich am 07. Mai 2001 zu seiner ersten Sitzung - in unmittelbarer Nähe zum Weltkulturerbe Kölner Dom. Unternehmer, Wissenschaftler, Denkmalpfleger, Werbeexperten, Architekten und Städtebauer diskutierten Interessenkonflikte zwischen Denkmalpflege und privaten Nutzern sowie Fragen des Bau- und Immobilienmanagements. Im Mittelpunkt stand eine stärkere Zukunftsorientierung des Denkmalschutzes bei gleichzeitiger Betonung der geschichtlichen Zusammenhänge unseres baukulturellen Erbes.
"Konservierung und Innovation sind kein Widerspruch", betonte der Bauminister. "Zum Beginn des dritten Jahrtausends wollen wir der Denkmalpflege die gesellschaftliche Anerkennung sichern, die sie verdient. Ohne Denkmäler wären unsere Städte und Gemeinden triste Gebäudewüsten. Die Zukunft der Städte basiert auf ihren Denkmälern."
Ein weiteres Anliegen der Kommission ist es, Wege für mehr privates Engagement und Kapital beim Denkmalschutz zu bereiten.
In den nächsten Sitzungen stehen die Akzeptanz des Denkmalschutzes, Imagewerbung und Kommunikation auf der Tagesordnung. Desweiteren wollen sich die Experten mit Fragen von Nachhaltigkeit und Bestandspolitik, finanziellen Konsequenzen und neuen Kooperationsformen beschäftigen.
Zum Ende des Jahres soll die Kommission ihre Arbeit abschließen und Ergebnisse vorlegen. "Ich bin gespannt, wie die Zukunft der Vergangenheitspflege aussieht", erklärte Minister Vesper.
Mitglieder der Denkmalkommission Nordrhein-Westfalen
Dr. Stephan Articus  Städtetag Nordrhein-Westfalen
Prof. Dr. Karl Ganser  ehemaliger Direktor der Internationalen Bauausstellung Emscher Park
Prof. Dr. Boris Groys  Direktor der Kunstakademie Wien
Prof. Dr. Eberhard Grunsky Landeskonservator (Westfälisches Amt für Denkmalpflege), Münster
Prof. Dr.-Ing. Uta Hassler Lehrstuhl für Denkmalpflege und Bauforschung an der Universität Dortmund
Prof. Dr. Peter Hennicke amtierender Präsident des Wuppertaler-Instituts für Klima, Umwelt, Energie mbH
Dr. Edgar Jannott  Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrats der Victoria Lebensversicherung AG, Vorsitzender des Vorstands der ERGO Versicherungsgruppe AG i.R., Düsseldorf
Prof. Dr. Gottfried Kiesow Vorsitzender der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, Bonn
Dr. Jürgen Linden  Oberbürgermeister der Stadt Aachen
Klaus-Jürgen Maack Geschäftsführer der ERCO-Leuchten GmbH, Lüdenscheid
Prof. Dr. Udo Mainzer  Landeskonservator (Rheinisches Amt für Denkmalpflege), Pulheim
Hartmut Miksch Architekt, Düsseldorf
Prof. Dr. Georg Mörsch Institut für Denkmalpflege der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich
Prof. Dr. Janbernd Oebbecke  Lehrstuhl für Öffentliches Recht und Verwaltungslehre, Universität Münster
Prof. Karl-Heinz Petzinka  Architekt, Düsseldorf
Dr. Martin Roth  Hannover
Dr. Dr. hc. Guido Sandler  Vorsitzender der OWL-Marketing GmbH, Bielefeld
Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport, Tel.: 0211/3843-204 oder -205.
Düsseldorf, 08.Mai.2001
http://www.nrw.de/aktuell/presse/pm2001/q2/kcn20010508_7.htm

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