Viersen, Am Alten Stadtgarten - Baudenkm├Ąler der Jahrhundertwende und der 30er/50er Jahre an einer historischen Garten- und Parkanlage

 

Stadtgarten und Kriegerdenkmal
Neubarocke Gartenanlage, angelegt 1901 nach einem Plan des D├╝sseldorfer Gartenarchitekten Reinhardt. Architektonische Mitte in Gestalt eines Wasserbeckens mit Kandelaberbr├╝stung. In die Anlage integriert ein Kriegerdenkmal, errichtet 1926 nach einem Entwurf des M├╝nchner Bildhauers Fritz Behn (1878-1970):
Auf einem zweistufigen Unterbau aus Muschelkalk erhebt sich ein mehrfach abgetreppter Sockel desselben Materials. Dieser Sockel tr├Ągt die Figurengruppe, die ebenfalls aus Muschelkalk hergestellt ist. In ├╝berlebensgro├čer Ausf├╝hrung, etwa 4,00 m hoch, ist eine trauernde Mutter, die einen toten Soldaten, ihren Sohn, auf dem Scho├č h├Ąlt, dargestellt. Die Frau tr├Ągt ein langes Gewand; ihr Kopf wird von einem Schleier bedeckt. Der nackte Soldat liegt zur├╝ckgebogen, Kopf und Arme fallen nach hinten, auf dem Scho├č der Mutter. Seine rechte Hand umklammert ein zerbrochenes Schwert. Die Figurengruppe, der traditionellen Pieta-Darstellung nachempfunden, ist streng frontal ausgerichtet. Die strenge Linienf├╝hrung wird durch nur sparsam angewandten Gewandfalten und die nur grob angedeuteten Gesichtsz├╝ge unterstrichen.
Auf der Vorderseite des Sockels stehen lediglich zwei Worte: F ├ť R S   V A T E R L A N D
Auf der R├╝ckseite befinden sich die Jahreszahlen: 1914 - 1918
Ferner sind die beiden zum Denkmal geh├Ârenden Sitzb├Ąnke zu erw├Ąhnen, die rechts und links davor geordnet sind. Eine Sitzplatte wird von jeweils drei niedrigen, geschwungenen St├╝tzen getragen. Auch diese Bauelemente sind aus Muschelkalk hergestellt.
Das Kriegerdenkmal ist in dieser Ausf├╝hrung ein typisches Beispiel seiner Zeit, in der Ehrenmale als Sinnbilder f├╝r Opfermut und Heldentum, sowie als Appell, alles "f├╝r das Vaterland" zu geben, verstanden werden.
Quelle: Stadt Viersen, Kulturamt, 1986 und Untere Denkmalbeh├Ârde, 1989

 

Carl-von-Ossietzky-Stra├če
Nr. 2-12: geschlossene Zeile von mehrgeschossigen Wohnh├Ąusern aus den Jahren 1905-1908 als n├Ârdliche Platzwand des Stadtgartens; das rechte Eckhaus Nr 14 in angepassten Proportionen 1935 zugef├╝gt (kein Baudenkmal)
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Burgstra├če
Nr. 4 u. 6: zwei Wohnh├Ąuser im Stil des Neuen Bauens, 1932 und 1952 im Auftrag von Walter Kaiser nach Entwurf des bekannten D├╝sseldorfer Architekten Bernhard Pfau errichtet
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Freiheitsstra├če
Nr. 190: stattliches Dienstgeb├Ąude der ehem. Reichspost, 1927 nach Entwurf von Postbaurat Agatz (D├╝sseldorf) errichtet.
Beschreibung der Denkmalliste:
In Formen der zeittypischen Backsteinarchitektur errichtet. Freistehender Eckbau auf L-f├Ârmigem Grundri├č mit Rundung zur Bahnhofstra├če. Dreigeschossig ├╝ber Sockel, rotbraune Ziegelverblendung, Kreuzstockfenster in Sprossenteilung sowie rechteckige Dachgauben in Reihung, Mansardendach.Gestaltung der Schauseiten in 3:11:13:3 Fensterachsen; profiliert gemauerte Lisenen, die um eine Achse von den Geb├Ąudeecken abgesetzt sind, Mauerung der Fensterrahmung zur├╝ckgestaffelt.
Mittenbetonung der L├Ąngsseiten durch Eingangsportale in Keramikgew├Ąnden mit fig├╝rlichen Reliefs unter waagerechter Dachung und eisernem Balkongitter mit Adler. ├ťber der Traufe Dachhaus f├╝nfachsig in Backsteingliederung und Abschlu├čgesims mit Doppelspornen geziert.
R├╝ckseiten: schlichte Lochfassaden durch leicht vorgebaute, viergeschossige turmartige Treppenh├Ąuser mit verschieferten Dachhelmen unterbrochen, Treppenhausfenster paarig gekoppelt in geometrisch-ornamentaler Teilung.

 

Bahnhofstra├če
Nr. 23-29: Rathauskomplex aus mehreren, z.T. f├╝r diesen Zweck umgenutzten Einzelbauten (Baujahr 1872, 1877, 1952)
Nr. 31: ehem. Villa L├╝ps, repr├Ąsentative Stadtvilla eines Bankiers und Unternehmers, errichtet 1880
Nr. 33: ehem. Gastst├Ątte u. Wohnhaus in markanter Ecklage (ca. 1880/90)
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