Geschichte hautnah: Wohnen im Baudenkmal

Tag des offenen Denkmals 2003
in Viersen

14. September 2003

Programm

Freie Besichtigungen (11:00 Uhr - 17:00 Uhr)
Viersen, Bachstraße 351
Viersen, Donker Weg 210
Viersen, Dülkener Straße 21
Viersen, Lichtenberg 13
Dülken, Viersener Straße 13
Dülken, Viersener Straße 62

Busrundfahrt
unter Leitung von Ellen Westerhoff, Denkmalpflegerin der Stadt Viersen
Start Süchteln: 10:00 Uhr und 13:30 Uhr, Treffpunkt: Bushaltestelle Westring, Fahrtrichtung Viersen
Zusteigemöglichkeit Viersen: 10:15 Uhr und 13:45 Uhr, Bushaltestelle an der Remigiuskirche, Fahrtrichtung Dülken

Beginn geführte Besichtigung:
Dülken, Viersener Straße 13: 10:30 Uhr und 14:00 Uhr
Dülken, Viersener Straße 62: 11:00 Uhr und 14:30 Uhr
Viersen, Dülkener Straße 21: 11:30 Uhr und 15:00 Uhr
Viersen, Lichtenberg 13: 12:00 Uhr und 15:30 Uhr
Viersen, Bachstraße 351: 12:00 Uhr und 16:00 Uhr
Viersen, Donker Weg 210: 12:30 Uhr und 16:30 Uhr

Rückfahrt nach Viersen, Dülken, Süchteln: 13:00 Uhr und 18:30 Uhr
Aus- und Zustieg an allen genannten. Haltestellen möglich

Ausklang auf „Haus Bergendonk“, Donker Weg 210
veranstaltet vom Verein für Heimatpflege e.V. Viersen
Beginn: 17:00 Uhr
Signale zur niederrheinischen Jagd, geblasen und erläutert von Eva, Vera und Willi Schreurs
Hiesige Apfel- und Birnensorten aus dem Bongert: die Rote Sternrenette, der Schöne von Elmpt, die Rote Belle Fleur, die Köstliche von Charneux, vorgestellt und erläutert von Günter Wessels, NABU
Mispelbaumverkauf
Imbiss-Spezialitäten und Getränke
Gespräche am Lagerfeuer

Veranstalter:
Stadt Viersen, Untere Denkmalbehörde
in Zusammenarbeit mit:
Verein für Heimatpflege e.V. Viersen
Verkehrs- und Verschönerungsverein Dülken e.V.
Süchtelner Heimatfreunde e.V.
Bürgerverein von Boisheim e.V.

Organisation: Ellen Westerhoff (Stadt Viersen, Untere Denkmalbehörde)
Texte: Ellen Westerhoff / Marco Kieser (LVR, Rheinisches Amt für Denkmalpflege)
Broschüren-Layout: Richard Caelers
Kontakt: Ellen.Westerhoff@viersen.de

Informationen zu den Baudenkmälern:
Viersen, Bachstraße 351
Viersen, Donker Weg 210
Viersen, Dülkener Straße 21
Viersen, Lichtenberg 13
Dülken, Viersener Straße 13
Dülken, Viersener Straße 62

 

Das Thema

„Jeder Mensch wohnt irgendwo und irgendwie, das Thema Wohnen geht alle an. Die Behausung als „dritte Haut des Menschen“ soll mit dem Thema „Geschichte hautnah: Wohnen in einem Baudenkmal“ in diesem Jahr am Denkmaltag im Mittelpunkt stehen. Das Thema umfasst einerseits die heutige Nutzung historischer Bauten zu Wohnzwecken, anderseits können auch geschichtliche Aspekte der Wohnkultur durch die Jahrhunderte hindurch beleuchtet werden.
Wohnen in einem Denkmal
Wohnen in historischen Gemäuern: Wie lässt es sich heute in einem in vergangenen Zeiten erbauten Haus wohnen? Wo sind verschiedene Schichten von Umgestaltungen sichtbar? Wo zeigen sich Spuren vergangener Nutzungen?
Alt und Neu: Was bringen moderne Anforderungen, wie zum Beispiel heutiger Wohnkomfort, mit sich, und wie lassen sie sich - denkmalverträglich - heutigen Ansprüchen anpassen? Aus denkmalpflegerischer Sicht bedeutet Unnutzung nicht Neunutzung „ um jeden Preis“!. Eine neue Zweckbestimmung darf die vorhandenen Denkmaleigenarten nicht auslöschen, eine Umfunktionierung sollte als unter größtmöglicher Schonung der Originalsubstanz vorgenommen werden.
Entgegen weit verbreiterter Vorurteile stimmt es nicht, dass ein denkmalgeschützter Bau prinzipiell nicht angetastet werden darf und dass keinerlei Veränderungen vorgenommen werden dürfen. Es gibt heute viele Beispiele dafür, dass sich alte Gemäuer mit zeitgemäßen Anforderungen, wie zum Beispiel modernem Wohnkomfort, durchaus vereinbaren lassen.
Geschichte des Wohnens
Wie kaum ein anderes Thema hat man die Geschichte des Wohnens anschaulich und interdisziplinär untersucht. So lässt sich auch am Denkmaltag die Geschichte des Wohnens beispielsweise unter architektonischen, städtebaulichen, geschichtlichen, politischen, ökonomischen und soziologischen Aspekten darstellen.
Typisch für das „bürgerliche Wohnen“ war in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts etwa das Bauen von Bürger- und Patrizierhäusern oder Villen auf eigenem Grund. Dabei spielte die Trennung von Repräsentations- und Gesinderäumen eine Rolle, Salon und „gute Stube“ wurden Statussymbol, das Sofa zum Leitmöbel des 19. Jahrhunderts. Schlafräume wurden im 19. Jahrhundert verschiedenen Personengruppen zugeordnet, auch Kinderzimmer sind eine neuere Entwicklung.“*

*Quelle: Veröffentlichung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, 2003

 

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