Inventarisation in Dülken 1998-2008

Die ehemalige Stadt Dülken, mit aktuell etwa 20.000 Einwohnern, ist seit der Kommunalreform Anfang der 1970er Jahre ein Stadtteil von Viersen. Ihr historischer Ortskern gilt als ein Bereich, der von den Auswirkungen des demographischen und wirtschaftlichen Wandels spürbar betroffen ist und wo auch aus stadtplanerischer Sicht Handlungsbedarf besteht. Wegen seiner historischen Bedeutung ist die Denkmalpflege dabei zwangsläufig eingebunden. Vorrangiges Projekt ist im laufenden Jahr 2008 die Erarbeitung eines „Denkmalpflegeplans“ für den Ortskern. Daneben praktizieren Denkmalbehörde und Fachamt seit Jahren bereits eine kontinuierliche Vertiefung der Denkmalliste, sowohl durch Neueintragungen als auch durch Grundlagenforschungen für einzelne Objekte oder Bereiche.

Im August 2008 sind in Dülken 139 Objekte in die Denkmalliste eingetragen. Wie sehr eine solche Auswahl über die Jahre im Fluss ist, zeigt die Tatsache, dass die Antragsliste des Landeskonservators 1983 nur 100 Objekte als denkmalwert benannte (sowie den Ortskern und den Platz am Rathaus als Denkmalbereiche), wohingegen noch 1976 – vor Inkrafttreten des Denkmalschutzgesetzes – allein für die Innenstadt (Ortskern + Stadterweiterungsgebiete) nicht weniger als 238 Gebäude als denkmalwürdig erachtet wurden.

Nachdem sich die städtische Denkmalbehörde in den Jahren nach Übermittlung der Antragsliste des Landeskonservators auf die Überprüfung und Eintragung der darauf enthaltenen Objekte konzentrierte, hat seit etwa 1997 eine erneute kontinuierliche Begutachtung weiterer Objekte statt gefunden. In diesem Zeitraum wurden in Dülken etwa 20 weitere Einzelobjekte begutachtet und zumeist auch in die Denkmalliste eingetragen, wobei die Begutachtung heute nicht mehr mit den Methoden der Schnellerfassung geschieht (d.h. Besichtigung nur von außen, kein oder nur geringes Quellenstudium), sondern auf ausführlichen Begehungen und Eigentümergesprächen sowie der Sichtung von historischen Bauakten und ggf. weiterer Dokumente und Literatur gründet. Die daraus resultierenden, oft mehrseitigen Gutachten sind leider nur bedingt öffentlich zugänglich, obwohl sie ortsgeschichtlich teilweise von nicht geringem Interesse wären. Erfreulicherweise ist hier durch die Möglichkeiten des Internet eine Verbesserung eingetreten, die von der Stadt Viersen auch genutzt werden, indem sie ihre Denkmalliste samt Beschreibungen online gestellt hat; außerdem werden punktuell, anlässlich der hier regelmäßig umfänglich stattfindenden Tage des offenen Denkmals, themenspezifische Webseiten geschaltet.

Während die Listenerfassung ein Schwergewicht auf Objekte im Ortskern und in den Außenbereichen legte, handelt es sich bei den Neubegutachtungen überwiegend um Häuser in den Stadterweiterungsgebieten des 19. und frühen 20. Jh., die bis jetzt deutlich zu kurz gekommen sind, zumal diese Zeit für den relativ stark industrialisierten Ort eine wichtige Rolle spielt.

Erste Vorarbeiten für eine geplante Denkmaltopographie Viersen konzentrierten sich in Dülken ebenfalls auf die frühen Stadterweiterungsgebiete nördlich der Altstadt (Viersener Straße, „Bahnhofsviertel“ mit Heinz-Luhnen-Straße, Martin-Luther-Straße, Friedrichstraße u.a., Industriegebiet Heiligenstraße und angrenzende Wohngebiete). Die Arbeit hieran musste 2005 jedoch leider wegen mangelnder Kapazitäten eingestellt werden.

Auf Initiative der Stadt Viersen befasste sich das Rheinische Amt für Denkmalpflege 2003 außerdem mit der Möglichkeit, zur Begleitung der städtebaulichen Entwicklung bestimmte Teile des Ortsgebietes als Denkmalbereiche zu fassen und mit entsprechenden Satzungen zu schützen. Zu diesem Zweck entstand an der FH Köln im Sommersemester 2003 als Seminararbeit ein Gutachten mit Satzungsentwurf für den Ortskern in den Grenzen der mittelalterlichen Stadtbefestigung (Bearbeiterin: Alexandra Hillmann). Ferner skizzierte das Amt einen weiteren Denkmalbereich für die Stadterweiterungsgebiete zwischen Ortskern und Bahnlinie im Norden, hier allerdings noch ohne ausführliches Gutachten, da man zunächst die Umsetzung des Kernbereiches absehen wollte. Leider ist es dazu bis jetzt nicht gekommen, obwohl beide Bereiche eine hohe Dichte historischer Strukturen und Substanz aufweisen, so dass Denkmalbereichssatzungen zur Grundierung behutsamer Stadtplanung unter Wahrung und Entwicklung des historischen Bestandes sicher hilfreich sein könnten.

Mit der Erarbeitung eines spezifischen Denkmalpflegeplanes ist aktuell jedoch ein neues Instrument in den Mittelpunkt der denkmalpflegerischen Bemühungen für Dülken gerückt.

 

Seit 1997 in Dülken auf ihren Denkmalwert hin begutachtete Objekte:

Amerner Weg, Bildstock
Bildstock aus dem Jahr 1961, errichtet nach einem Entwurf des Bildhauers Josef Krautwald aus Anlass des 500-jährigen Bestehens der St.-Cornelius-Bruderschaft. 2,80 m hohe Backsteinwand auf Betonsockel. Leicht hervortretende Backsteine bilden ein Kreuz, daran angebracht bronzene Christusfigur, begleitet von Maria, Johannes und weiteren Heiligenfiguren als Sandsteinreliefs.

Arnoldstr., Friedhof, ehem. Friedhofsgärtnerhaus
1876 am Rand des drei Jahre zuvor eingeweihten neuen Friedhofs der Stadt errichtet. Das Formen der regional eher untypischen Backsteingotik aufnehmende Gebäude mit charakteristischen Stufengiebeln diente einerseits als Wohnhaus des Friedhofsgärtners, andererseits als Leichenhalle. Der Architekt ist unbekannt, denkbar wären ein Entwurf des Kreisbaumeisters oder der Bauabteilung der kgl. Regierung in Düsseldorf. 2007 begutachtet und in die Denkmalliste eingetragen.

Buscher Weg, Kriegerdenkmal
1928 eingeweihtes Ehrenmal für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Einwohner der Sektion Busch, in Form eines ca. 3,30 m hohen Obelisken aus Muschelkalk. Auf der Spitze ein nach allen Seiten ausgerichtes Kreuz, darunter u.a. ein Schwert als Symbol des Krieges sowie Tafeln mit den Namen der Verstorbenen. Entwurf: Henry W. Dietrich, Düsseldorf. 2005 in die Denkmalliste eingetragen.

Eligiusplatz 2, „Altes Waisenhaus“
Eines bekanntesten historischen Gebäude Dülkens, das in seiner heutigen Form auf den Umbau eines älteren Hauses durch den Kaufmann Johann Cornely 1830 zurückgeht. Ursprünglich ein Wohnhaus mit Hofgebäude (wahrscheinlich Manufaktur), schenkte es die Familie Cornely 1889 der Katholischen Kirchengemeinde zur Einrichtung eines Waisenhauses. 1978-80 durchgreifender Umbau für kulturelle Nutzungen durch die Stadt Viersen. Angesichts eines bevorstehenden Verkaufs an einen privaten Investor erfolgte 2005 eine vertiefte Begutachtung und 2007 endlich die Eintragung in die Denkmalliste.

Eligiusplatz 4/6, „Mostertzhaus“
Kleines giebelständiges Wohnhaus, zwar vielfach umgebaut, ursprüngliche Disposition und Kerngefüge aus Fachwerk aber noch erkennbar und wohl in das 17. Jahrhundert zu datieren. Ortsgeschichtlich zudem bedeutend als langjähriges Wohnhaus des Malers Heinrich Mostertz (von diesem rückwärtig Atelieranbau). Stark vernachlässigter Zustand, dennoch als eines der ältesten, noch anschaulich erhaltenen Gebäude Dülkens seit den 1970er Jahren vom Landeskonservator als Denkmal eingestuft. Nach Antrag auf Unterschutzstellung 1983 wurde der Denkmalwert von der Stadt Viersen bestritten und daher die Eintragung in die Denkmalliste nicht vollzogen. Erneute Besichtigungen und bauhistorische Beobachtungen 1985 und 2008 bestätigten Alter und Umfang der erhaltenen Bausubstanz.

Gasstr. 33
Der zweigeschossige Putzbau auf beinah quadratischem Grundriss mit auffallenden Kollossalpilastern an der Fassade (ähnlich dem Wohnhaus Tonnar, Marktstr. 22) gehört noch zur frühen, spätklassizistisch geprägten Phase der Dülkener Unternehmervillen. Wilhelm Holtz Besitzer der benachbarten gleichnamigen Eisengießerei, ließ ihn 1872 errichten. Wegen durchgreifender Veränderungen wurde er im Jahr 2000 als nicht mehr denkmalwert eingestuft.

Die Heinz-Luhnen-Straße war im Stadtbauplan von 1894 als Victoriastraße bereits vorgesehen,. Erst 1919 jedoch wurde der Bereich zwischen Friedrichstraße und Viersener Straße als Hindenburgstraße angelegt. Sie ist die geradlinige Verbindung von Stadtkern und Bahnhof. Im Gegensatz z.B. zur benachbarten Friedrichstraße mit ihrer historistischen  Reihenbebauung ist die heutige Heinz-Luhnen-Straße in diesem Abschnitt geprägt durch eine aufgelockerte Bebauung freistehender Wohnhäuser der 1920er-1950er Jahre, z.T. gehobenen Anspruchs.

Heinz-Luhnen-Str. 1
1925 für den Auktionator August Bohnen errichtetes Wohnhaus. Der Entwurf des Architekten F. Fremerey bedient sich einer neusachlich-traditionalistischen Formensprache (konventioneller Baukubus mit altanartigen Ausbauten, Steildach, symmetrische Proportionierung), jedoch mit einigen prägenden Details, die auf den Expressionismus als zeittypische Dekorationsstil verweisen. Originale baufeste Ausstattung im Inneren (Treppe, Türen, Einbauschränke, Deckenstuck etc.) umfangreich erhalten. Zugehörig die Einfriedung, ein Gartenpavillon und die mit dem Wohnhaus verbundene, bauzeitliche Garage. Begutachtung und Unterschutzstellung erfolgten im Jahr 2000.

Heinz-Luhnen-Str. 11/13
Repräsentatives Doppelwohnhaus für den Bauunternehmer Mathias Gorissen (11) und den Fabrikanten Lambert Heimes (13), errichtet 1924/25 nach einem Entwurf des Mönchengladbacher Architekten A. (Adolf) Herrmann. Nr. 11 ist im Inneren und auf der Rückseite stärker verändert, wurde jedoch als einziger Hausteil 2002 in die Denkmalliste eingetragen, während sich die Stadt Viersen nicht in der Lage sah, die andere Hälfte gegen den Widerstand der Eigentümer ebenfalls unter Schutz zu stellen (Begutachtung 2001).

Heinz-Luhnen-Str. 15
1921 für den Betriebsdirektor des Eisen- und Stahlwerks Werner erbautes Wohnhaus. Architekt war Regierungsbaumeister Carl Conradi aus Barmen / Elberfeld, was auch die „bergische“ Anmutung des Hauses (rokokoartiger Landhaustyp, teilweise Schieferverkleidung, grüne Fensterläden etc.) erklärt. Innen und außen sehr gut erhalten, zugehörig außerdem eine Fertigteil-Garage aus dem Jahr 1927. Der Inhaber der „Werner-Werke“, Dr.- Ing. Siegfried G. Werner, war auch Vorsitzender des Vereins Deutscher Eisengießereien. (Begutachtung 2001, Eintragung 2002)

Heinz-Luhnen-Str.19, Post
Zweigeschossiges, in 13:5 Achsen breit gelagertes Backsteingebäude mit Mansarddach, errichtet 1925 als Postamt, nachdem das alte Postgebäude an der Viersener Straße modernen Ansprüchen an Größe und Gestalt nicht mehr genügte. Innen stark verändert, im Erscheinungsbild jedoch ein gutes Zeugnis der traditionalistischen Architektur der Zwanziger Jahre. 2000 angesichts geplanter Umbauarbeiten begutachtet und beantragt, 2002 in die Denkmalliste eingetragen.

Kreyenbergstr. 2a, Kath. Pfarrkirche Herz-Jesu
Qualitätvolles Beispiel des Kirchenbaus der 1950er Jahre, errichtet 1953/54 nach einem Entwurf des Oberregierungs- und baurates Karl Schlüter aus Aachen. Stahlbetonskelettkonstruktion mit Backsteinausfachung; einschiffige Kirche auf längsrechteckigem Grundriss, markante Außenbaugestaltung durch mächtigen, dreiseitig freistehenden Turm und wellenförmiges Stahlbetonschalendach; der Innenraum wird dominiert durch von den Glasfenstern (Wilhelm Geyer) und einem großen Kruzifix (Josef Krautwald) vor gerader Chorwand. Der Architekt Karl Schlüter zeichnete in Aachen für den Wiederaufbau mehrere Kirchen verantwortlich; für das staatliche Bauamt plante er außerdem einige wichtige Gebäude der RWTH. Begutachtung 1998, Eintragung 2000. Literatur: Denkmalpflege im Rheinland 20 (2003), S. 168.

Lindenallee 5, Villa
1905/06 durch den Bauunternehmer Franz Fuesers für sich selbst errichtete Villa, am Eingang einer seinerzeit neu angelegten Straße. In der rückwärtigen Lagerhalle wurde 1931 eine erste Kirche der neu gebildeten Pfarre Herz-Jesu eingerichtet, die Villa diente als Pfarrhaus. Im Innern des Wohnhauses sind noch beträchtliche große Teile der historischen Ausstattung erhalten (Treppe, Stuckdekoration, Türen etc.). Begutachtung und Eintragung 2000.

Neumarkt 1-3, ehem. Polizei
Westliche Platzwand des 1907/09 angelegten Neumarktes. 1939-41 entstand hier ein HJ-Heim, das bei einem Bombenangriff 1944 (mit 46 Toten) zerstört wurde. Auf dessen Kellermauern wurde 1951/52 das Polizeigebäude errichtet, nach einem Entwurf des Dülkener Stadtbauamtes im schlichten konservativen Amtsbautenstil der Nachkriegsjahre. Als Zeugnis dieses Bauauffassung, wegen seiner guten Maßstäblichkeit im städtebaulichen Kontext und zur Erinnerung der Vorgeschichte als HJ-Heim und Ort eines der schlimmsten Ereihgnisse der jüngeren Ortsgeschichte 2001 unter Schutz gestellt und anschließend als Anker einer neuen Wohnanlage saniert und umgenutzt. Literatur: Denkmalpflege im Rheinland 20 (2003), S. 166f.

Rheindahlener Str. 399
Intaktes Beispiel eines Wohnstallhauses, ursprünglich wohl aus dem 18. Jh., mit Veränderungen des 19. Jh. Außen Backstein, innen Fachwerkgerüst. Charakteristische Kennzeichen des Bautyps wie getrennte Stall- und Wohnteile, Gliederung in Mittelschiff und Abseiten sowie zentrale Küche mit Kamin sind erhalten. Das Haus ist Bestandteil der Hofgruppe Tillerhöfe südlich von Dülken, die auf einen wohl schon im Mittelalter vorhandenen Hof “van Teyl“ zurückgeht. Als Denkmal bereits im Heimatbuch 1981 aufgeführt (Tillerhöfe 27), jedoch erst 2006 begutachtet und 2007 in die Denkmalliste eingetragen.

Saarstr., Siedlung
Kleinsiedlung aus ursprünglich 20 Siedlerstellen (sowie 12 weiteren an der Breyeller Str.), 1934 durch den Spar- und Bauverein Dülken angelegt. Die städtebauliche Form aus freistehenden Siedlungshäusern noch erhalten, wegen der zahlreichen Veränderungen im Detail jedoch 1997 als nicht mehr denkmalwert eingestuft.

Tilburger Str. 48
Mitte der 1880er Jahre für Gerhard Burtscheidt, Besitzer einer Maschinenfabrik und Eisengießerei, errichtete Villa. In den 1930er Jahren zum Bank- und Verwaltungsgebäude umgenutzt. Herausragendes Zeugnis eines repräsentativen Fabrikanten-Wohnhauses der Gründerzeit, außen sehr gut erhalten, innen durch Umbauten des 20. Jahrhunderts verändert. 2007 begutachtet, im Juli 2008 in die Denkmalliste eingetragen. Der Erhalt des Gebäudes ist derzeit ungewiss, da der Eigentümer zur Optimierung seines Betriebsgeländes einen Abbruch anstrebt.
Literatur: Denkmalpflege im Rheinland 2007 H. 4, S. 180-181.

Venloer Str. 50, Villa Bücklers
Um1860/65 errichtete spätklassizistische Villa; Wohnhaus (und Büro) des Unternehmers und Dülkener Ehrenbürgers Matthias Bücklers, später seines Schwiegersohns und Kompagnons Dr. Eduard Jansen. Bücklers und Jansen zählen neben Gerhard Mevissen zu den zentralen Unternehmergestalten in Dülken im 19. Jh.; neben ihrer gleichnamigen Baumwohlspinnerei waren sie an zahlreichen weiteren Unternehmen beteiligt. Durch mehrere Umbauten ist die Villa Bücklers vor allem im Inneren stark beeinträchtigt (wo nur noch die Haupttreppe erhalten ist), wurde aber v.a. wegen ihrer ortsgeschichtlichen Bedeutung 2000 als Baudenkmal bewertet und in die Denkmalliste eingetragen.

Viersener Str. 13
Außen eher unscheinbares und etwas purifiziertes Wohnhaus, das im Inneren aber noch weitgehend seinen Ausstattungsreichtum der Bauzeit 1910/11 behalten hat, worunter eine zentrale vertäfelte Halle mit umlaufender Treppe und einen farbig verglasten Wintergarten besonders hervorzuheben sind. Der Dülkener Bauunternehmer Franz Fuesers errichtete das Haus im Auftrag des Färbereibesitzers Franz Röhlen für dessen Schwiegersohn Dr. Wilhelm Philipp, der sich 1909 als erster approbierter Zahnarzt in Dülken niedergelassen hatte.

Viersener Str. 28/30
Dreigeschossiges Doppelhaus zu insgesamt sechs Fensterachsen, eingebaut in die gründerzeitliche Reihenbebauung entlang der Viersener Straße. Durch Lisenen und verschiedenfarbige Ziegel stark gegliederte Backsteinfassade, eher untypisch für die historistische Bauweise der Zeit. Der Baugewerksmeister und -unternehmer Joh. Jos. Gormanns errichtete das Haus 1885; möglicherweise bewohnte er Nr. 28 anfangs selbst, während Nr.30 von vornherein als Mietobjekt gedacht war. Begutachtung und Eintragung 2001.

Viersener Str. 57, Villa Eickert/Vogelsang
Um 1890 für den Fabrikanten W. Eickert errichtete Villa, später Wohnhaus des Spinnereibesitzers Wilhelm Vogelsang. Zwar ein integraler Bestandteil der durch Bauten der 2. Hälfte d. 19. Jh. geprägten Viersener Str., jedoch 2004 wegen erheblicher baulicher Veränderungen als nicht mehr denkmalwert eingestuft.

Viersener Str. 106, Wohnhaus Rangette
1913/14 von dem Architekten Albert Rangette als eigenes Wohnhaus mit Büro errichtet (s. den Beitrag in diesem Heft). Eine erste Besichtigung erfolgte im Jahr 2000, eine endgültige Begutachtung wurde wegen weiterem Klärungsbedarf mit den Eigentümern jedoch zurückgestellt.

 

Text: M. Kieser
Vollständige Fassung des Beitrags “Dülken” in der Zeitschrift “Denkmalpflege im Rheinland” 25 (2008) H. 4, S. 145f.

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